Das Problem "Kalte Betten"
In der Schweiz gibt es ca. 600‘000 Betten in Ferienhäusern und -wohnungen. Ferienwohnungen sind nicht nur ein sehr wichtiges Standbein in der touristischen Wertschöpfungskette, sie tragen auch entscheidend zum Ortsbild einer Destination bei und schaffen Arbeitsplätze.
Leider werden nur ca. 20% aller Ferienunterkünfte vermietet!
Die meisten Ferienunterkünfte werden nur an sehr wenigen Wochen im Jahr genutzt; meist sind die Fensterläden geschlossen und die Wohnungen stehen leer. Man spricht hier von „kalten Betten“, was viele negative Effekte hat:
- Ausrichtung der Infrastruktur auf Spitzenzeiten; erhöhte Belastung in der Hoch- und Höchstsaison
- Zersiedelung der Landschaft
- Negative Beeinträchtigung der Atmosphäre, des Ambiente und der Attraktivität der Ferienorte
- Entgangene Rendite für die Eigentümer
- Wirtschaftliche Einbussen für das lokale Gewerbe
Immer mehr Kantone und Gemeinden sehen sich gezwungen, den Zweitwohnungsbau zu beschränken bzw. drastische Massnahmen bis hin zur Zwangsvermietung einzuführen.